Manifesto

, 17.02.2019 Johann K.

1) Liegt&Pickt ist Kultur nicht Time- oder Projektmanagement


Mit Liegt&Pickt ist es leichter, sich gemeinsam mit anderen um etwas zu kümmern, es gemeinsam zu nutzen, zu erhalten, zu pflegen und zu verwalten, weil es Vertrauen aufbaut und festigt. Es geht um Aktivitäten die grundsätzlich auf Dauer angelegt sind, nicht um einmalige Ereignisse.


2) Liegt&Pickt arbeitet mit gemeinsam erstellten Vereinbarungen


Die Teilhabe an gemeinsam erstellten Regeln und einstimmig getroffenen Entscheidungen zur Aufnahme neuer MitstreiterInnen erhöhen das Vertrauen und die Bereitschaft sich zu engagieren. Ziel ist die Stärkung der sozialen Praktik im Umgang zwischen Individuen, was alle stärkt.


3) Überregulierung ist zu vermeiden, Überschaubare Gruppengröße


Bei mehr als 9 Mitgliedern ist Liegt&Pickt keine Hilfe, andere Methoden müssten gewählt werden. Auch die Zahl von Vereinbarungen wollen wir überschaubar halten, ab 20 Regeln muss eine frühere zuerst gemeinsam abgewählt werden.


4) Sanktionen


Ohne Sanktionen halten sich manche nicht an Vereinbarungen. Werden Regeln verletzt, ist ein angemessener und abgestufter Ablauf vorgesehen, der vor allem Richtungskorrekturen auslösen soll. Ein wiederholtes und schwerwiegendes Missachten der gemeinsam erstellten Regeln kann zu einem Ausschluss führen. Es wird dazu Unterstützung zur geordneten Streitbeilegung angeboten.


5) Rituale der Aufnahme und Verabschiedung von Mitgliedern


Egal ob Bei der Aufnahme oder der Verabschiedung von Mitgliedern, die vorgesehenen Abläufe betonen das Recht auf Freiheit, das Recht auf persönliche Würde und Sicherheit, schützt das Recht auf Eigentum, und anerkennt die bisher geleistete Arbeit.


6)Mitglieder haben das Recht und die Pflicht zur Teilhabe bei wichtigen Entscheidungen


Das gilt insbesondere beim Vereinbaren von Regeln, der Aufnahmen neuer Mitglieder und bei Verfahren zur Streitbeilegung.


7) Der Gründer einer neuen Gruppe legt deren Zweck und Ziele fest


Das hilft Interessierten zu erkennen, ob das Ihren eigenen Zielen und Interessen entspricht und ob sie ihre Zeit, Vertrauen und Ressourcen investieren wollen. Der Gründer gibt der Gruppe einen Titel/Namen, benennt was gemeinsam verwaltet werden soll und in welchen Zustand er dieses in ein paar Jahren sehen will.


8) Eigentumsrechte an eingebrachten Werten


Das Einbringen von Werkzeugen, Gegenständen oder immateriellen Werten wird einstimmig von allen bestätigt und steht dann allen gleichberechtigt zum schonenden Benützen zum gedachten Zweck zur Verfügung, solange der Besitzer in der Gruppe bleibt. Es kommt nicht zu einer Übertragung der Eigentumsrechte.


9) Größere Gruppen


Gruppen, die vergleichbare Ziele verfolgen, können sich über eine besondere Rolle (Connector) eines Mitglieds auf eine gemeinsame Kultur und Handlungsweise abstimmen um deren Wirkung und Reichweite zu erhöhen. Der Connector muss dazu einstimmig beauftragt werden und hält Rücksprache mit seiner Gruppe bei wichtigen Entscheidungen. Bis zu 9 Vertreter Ihrer jeweiligen Gruppe können wieder einer Gruppe vergleichbar agieren.